Übersicht zur Initiative

Warum etwas tun?
Mehr als 400 Millionen Haushalte auf unserer Erde haben keinen regelmäßigen Zugang zu Energie. Nach Angaben der Weltbank wird in Afrika der Anteil der Bevölkerung ohne Strom von 111 auf 120 Millionen Haushalte zunehmen - und bis 2015 weiter auf 130 Mio Haushalte (=700 Mio Menschen) ansteigen - selbst bei optimistischsten Szenarien bezüglich der Regierungsziele zur Stromversorgung und angesichts historischer Wachstumsraten. Grund dafür ist, dass der Netzausbau nicht mit dem Bevölkerungswachstum Schritt hält. Im Rest der Welt wird die Elektrifizierung zunehmen.

Sobald die Sonne in Afrika untergeht, herrscht dort 12 Stunden lang völlige Dunkelheit. Mit den Folgen, die man uns bei unserem Besuch vor Ort in den Dörfern mitteilte, die wir erfolgreich mit solaren Beleuchtungssystemen ausgestattet haben. Frauen und Kinder, die in der Dunkelheit angegriffen werden und es nicht einmal wagen, zur Toilette zu gehen; Kinder, die nach einem Tag in der Schule ihren Eltern auf dem Feld helfen müssen und abends nicht lernen können; Menschen, die ihr Handwerk einstellen müssen, weil sie nach Sonnenuntergang kein Licht haben; Menschen, die meilenweit gehen müssen, um ihre Mobiltelefone zu laden, etc. Wer sich eine Petroleumlampe leisten kann, zahlt dafür einen hohen gesundheitlichen Preis: die Abgase der Lampen beeinträchtigen die Atemwege, vor allem Kinder laufen Gefahr, ihre Augen bei schlechtem Licht zu schädigen, ganz abgesehen von den frei werdenden CO2 Emissionen die unser aller Klima schädigen.

Was wir planen
Eine im letzten Herbst in Ghana durchgeführte Umfrage ergab, dass die Menschen in den ländlichen Gebieten vier Prioritäten in Bezug auf Energie haben: die erste ist Licht, die zweite die Möglichkeit, ein Mobiltelefon aufzuladen und erst danach kommt der Wunsch nach Strom zum Betrieb eines TV-Gerätes und anderer Haushaltsgeräte, wie etwa eines Kühlschrankes. Wobei die Menschen, die am Land in kleinen Hütten leben, sich die letzeren beiden ohnehin nicht leisten können. Allerdings besitzt fast jeder bereits ein eigenes Mobiltelefon, weil Kommunikation ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens ist. 

Ziel der Initiative ist es, Menschen in ländlichen Gebieten, die derzeit keinen Zugang zu Energie haben und nicht am Stromnetz hängen – mit verlässlichen und effizienten solaren Systemen auszustatten, die ihnen Licht bringt und die Möglichkeit, ihre Mobiltelefone aufzuladen. Damit wird der Lebensstandard und die Sicherheit (vor allem Frauen / Kinder)  deutlich verbessert und eine Grundlage für Wirtschaftswachstum und eine bessere Zukunft für diese Menschen geschaffen. Wir streben daher an, so viele Haushalte wie möglich in den Zielgebieten (derzeit Afrika südlich der Sahara ) mit einem solaren  Lichtsystem auszustatten und ein Wartungsnetzwerk zu schaffen, um Nachhaltigkeit für viele Jahre zu erreichen.

Wie wir all das umsetzen
ENERGY GLOBE Foundation hat in enger Kooperation mit Prof. Edward Ayensu, vormaliger Vorsitzender des Weltbank Inspection Panels für Entwicklungsprojekte viele und unschätzbare Erfahrungen darüber gesammelt, welche Ansätze möglich bzw. nicht möglich sind. Auf Basis zahlloser Diskussionen, auch mit anerkannten Experten und von Besuchen vor Ort wurde ein Ansatz entwickelt, wie man rasch und effizient ein gesamtes Dorf innerhalb weniger Tage unter Einbeziehung örtlicher Arbeiter mit solaren Lichtsystemen ausstatten kann. Damit wird Licht in das Leben jener gebracht, die es benötigen und ein wichtiger Impuls für die lokale Wirtschaft gegeben. Diese Initiative wird zusätzlich von der Katholischen Kirche unterstützt, die mit uns bei der lokalen Vorbereitung und Installation zusammen arbeitet – auf Basis einer einzigartigen Allianz zwischen Energy Globe Foundation und dem Vatikan, der von Kardinal Peter Turkson vertreten wird.

Welchen Nutzen haben die Menschen
Komplette Dunkelheit für fast 12 Stunden jede Nacht hemmt die wirtschaftliche Entwicklung  und verwehrt diesen Menschen sogar einen grundsätzlichen Lebensstandard.

Unser Ansatz basiert darauf, diesen Menschen nicht nur Licht zu bringen, mit all den  Vorteilen, die im Abschnitt "welchen Nutzen haben die Menschen" beschrieben werden, sondern auch auf der Bereitstellung eines wesentlichen wirtschaftlichen Impulses, den wir als langfristigen "Energetischen Marshall-Plan" bezeichnen.

Wir tun dies....

  • durch die Einbeziehung lokaler Arbeitskräfte für die Installation, die Ausbildung dieser Leute, die Einbringung von Wissen und die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten vor Ort;
  • durch die Einrichtung einer regionalen Wartungsstruktur, die zusätzliche langfristige Beschäftigungsmöglichkeiten für die Menschen bringt und
  • durch das Einheben einer geringen Monatsgebühr;  die Einnahmen fließen in die Rückzahlung des nicht-geförderten Anteils der Systeme und in die dörfliche Gemeinschaftskasse  und können für weitere Investitionen verwendet werden. Davon profitiert die gesamte Gemeinde (d.h. Versorgung mit sauberem  Wasser, Licht für den Dorfplatz, etc.)und somit führen kontinuierliche lokale Investitionen in die Infrastruktur zu wirtschaftlicher Entwicklung. Das Einheben einer Gebühr ist ebenso wichtig, um den Wert von Energie bewusst zu machen und sicherzustellen, dass die Menschen besser auf die Systeme achtgeben.

Unsere Systeme haben zusätzlich eine auf dem Markt einzigartige Drei-Jahres-Garantie auf das gesamte System - mit vielen Komponenten, wie das Solarpanel, mit einer Lebenserwartung von 25 Jahren oder länger.

Wie Ihr Beitrag verwendet wird
Ihr Beitrag wird Hoffnung zu diesen Menschen bringen und dabei helfen, eine langfristige Basis für eine Lebensgrundlage zu schaffen. Jeder Beitrag wird verwendet für: den Kauf von Solaranlagen, die lokale Installation in den Gemeinden, zur Ausbildung der Empfänger zum richtigen Gebrauch, den Aufbau eines Wartungsnetzwerkes zur Gewährleistung von Licht für viele Jahre und für das komplette End-to-End-Management des Projekts durch die Non-Profit-Energy Globe Foundation.

„Wir brauchen geeignete alternative Energiequellen und Technologien zur Sicherstellung einer nachhaltigen Energieversorgung für Millionen von Menschen, die nicht an die nationalen Netze angebunden sind“.
Prof. Edward S. Ayensu
Vormals Vorsitzender CSIR Ghana, Vorsitzender des African Institute for Mathematical Sciences (AIMS) Ghana,
Präsident Energy Globe Foundation.